Die Situation zwischen dem Heiligen Stuhl und der
traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) steuert auf eine
historische Eskalation zu
Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier
neuen Bischöfe an
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Die Situation zwischen dem Heiligen Stuhl und der
traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) steuert auf eine
historische Eskalation zu
Menzingen (kath.net/rn) Die Fronten verhärten sich: Die
Situation zwischen dem Heiligen Stuhl und der traditionalistischen
Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) steuert auf eine historische
Eskalation zu. Am Montag hat die Piusbruderschaft die Namen der vier neuen
Bischöfe, die gegen den Willen von Rom geweiht werden sollen, bekanntgegeben.
Neben dem Schweizer Pascal Schreiber und Michael Goldade aus den USA sollen mit
Michel Poinsinet de Sivry und Marc Hanappier auch zwei Franzosen geweiht
werden. Die Weihen sollen am kommenden 1. Juli stattfinden. Da dieser Schritt
ohne das erforderliche päpstliche Mandat geplant ist, droht der Weltkirche ein
erneuter tiefer kirchenrechtlicher Bruch. Der Generalobere der FSSPX, Pater
Davide Pagliarani, rechtfertigte den Schritt mit einer vermeintlichen
„schwerwiegenden Notlage“ innerhalb der Kirche. Von den ursprünglich im Jahr
1988 durch Erzbischof Marcel Lefebvre geweihten vier Bischöfen sind heute nur
noch zwei im Amt, weshalb die Bruderschaft die Kontinuität ihrer Sakramentenspende
für die weltweit rund 600.000 Gläubigen gefährdet sieht.
Die Ankündigung stellt eine fundamentale Herausforderung für
das Pontifikat von Papst Leo XIV. dar, der erst im vergangenen Jahr sein Amt
angetreten hat. Der Vatikan reagierte umgehend und warnte inzwischen mehrfach
die Führung der Bruderschaft in Menzingen eindringlich davor, die Weihen zu
vollziehen. Sollten die Konsekrationen wie geplant ohne Erlaubnis Roms
stattfinden, zieht dies laut dem geltenden Kirchenrecht (Codex Iuris Canonici)
die automatische Exkommunikation (Latae Sententiae) aller beteiligten Bischöfe
nach sich – sowohl der Spender als auch der Empfänger der Weihe.
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